Frühkindliche Reflexe

Die Fähigkeit sich frei zu bewegen, gelingt nicht von Anfang an. Frühkindliche Reflexe, die bereits in der 6. Schwangerschaftswoche entstehen und mit denen jeder Mensch geboren wird, sind automatisch ausgelöste Reaktionen und haben während der Geburt und innerhalb des 1. Lebensjahres lebenswichtige Aufgaben für den Säugling. Sie helfen ihm auf die Welt und statten ihn mit Bewegungsautomatismen zur Bewältigung der ersten Lebenswochen aus. Ausgelöst werden die Reflexe durch bestimmte Kopfbewegungen oder plötzlich auftretende Sinnesreize. Die darauf folgenden Bewegungs- und Reaktionsmuster geschehen unwillkürlich, d.h. sie finden außerhalb unserer bewussten Kontrolle statt.

Negative Einflüsse (in der Schwangerschaft, Geburt, Säuglingsalter, frühe Kindheit) können den Prozess der Reflexaktivitäten stören und Auswirkungen auf den gesamten Entwicklungsablauf haben. Ein intelligentes, motiviertes Kind kann so in den unterschiedlichsten Bereichen seiner Entwicklung belastet sein. Die Lösung ist die, dem Gehirn eine zweite Chance zu geben um sich weiterzuentwickeln und ausgelassene Entwicklungsschritte nachzuholen.

Durch gezielte, täglich wiederholte Übungen kann die nachträgliche Ausreifung und Hemmung unreifer Reflexaktivität angeregt werden. Erst dann ist die Grundlage für einen einwandfreien Ablauf von Bewegung und Wahrnehmung sowie adäquaten emotionalen Reaktionen möglich und die Probleme lösen sich auf.